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Bratenspeisen kann man zubereiten aus Gries, Gerste, Buchweizenschrot, Kastanien, indem man von diesen Zutaten einen sehr steifen, dicken Brei kocht (Kochkiste). Dieser wird dann mit Zwiebeln, Petersilie, reichlich Reibekäse, Majoran und sonst beliebigen Gewürzen vermischt und genau so behandelt wie Frikadellen aus Fleisch oder Fisch.

Nur muss der Teig fester und das Fett, in welchem sie gebraten werden, glühend heiß sein, so dass es leicht zu rauchen anfängt, ehe man den Teig hinein legt. Nur dadurch wird verhindert, dass diese Bratlinge zu viel Fett saugen und schwer verdaulich werden.
Den vollwertigsten und schmackhaftesten Ersatz geben diese Bratenspeisen aus Hülsenfrüchten. Diese werden über Nacht kalt geweicht und mit Zusatz von Grundbrühe in der Kochkiste weich gekocht. Man lässt dann erst jede Spur von flüssigkeit in die Suppe abtropfen.
Zu 1 Pfund weich gekochten Hülsenfrüchten werden 3/4 Pfund Kartoffeln gelegt und ein geweichtes, gut ausgedrücktes Brötchen.
Man übergießt dies mit 125 g Fett, in welchem Zwiebel und Petersilie geröstet sind, füge Majoran, geriebenen Kräuterkäse, Muskat, Zitronenschale, etwas Suppenwürze (zu Erbsbrei Beifuß) hinzu und treibe alles durch die Fleischhackmaschine.
Man füge dieser Masse dann 1/4 Pfund Mehl hinzu und knete sie gut durch.
Da sich die Wassermenge, welche diese Früchte beim Kochen aufsaugen, nie genau bestimmen lässt, muss man oft, um dem Teig die nötige Festigkeit zu geben, geriebene Semmeln beifügen.
Zu der Rehrückenform als Braten ist geringere Festigkeit nötig. Man bereite die Form gut vor mit Fett und Semmelbröseln, fülle sie mit der Masse, lege obenauf Butterstücken und lasse sie schön braun backen.
 


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