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Kochkisten wurden schon im ersten Weltkrieg benutzt und aus dieser Zeit stammt auch die folgende Anleitung zum Bau einer Kochkiste. Dabei ging es nicht darum, dass eine Kochkiste "schön" ist - sie musste vor allen Dingen zweckmäßig sein und ihren Zweck erfüllen. Wer sich heute eine Kochkiste bastelt, hat ganz andere "Baumaterialien" zur Verfügung, so dass die Kiste nicht nur zweckmäßig, sondern auch schön werden darf.

Als Kochkiste kann man jede dichte Kiste verwenden, die einen Deckel hat, den man mit Scharnieren an einer Längsseite der Kiste befestigt und vorne mit einer passenden Kramme und Öse schließt, durch die man einen passenden Knebel stecken kann. Eine Kochkiste kann mit Zeitungspapier oder Stoff ausgeschlagen werden - aber man kann auch Stypropor verwenden. Wer möchte, zimmert sich seine Kochkiste aus Holz und macht gleich eine Eckbank daraus - nimmt man genau, dann ist eigentlich alles möglich...



Ein "Innenleben" für die Kochkiste wird genäht.

Um die Kiste noch dichter zu machen, schlägt man sie innen mit Pappe aus oder man kann sie auch mit 3-4fachem Zeitungspapier auskleben, das man noch mit dunklem Papier überklebt. Der Deckel wird auf der Innenseite auf die gleiche Weise dicht gemacht.



Maßnehmen...

Von außen kann die Kochkiste mit Ölfarbe gestrichen werden, einmal der besseren Reinigung wegen und zum anderen wird auch die Luft noch besser von außen abgeschlossen.



Zuschneiden eines Innenfutters

Die Füllung der Kochkiste kann bestehen aus Heu, aus weichgeriebenem, zerknülltem Zeitungspapier. Zu bevorzugen ist Holzwolle, die sogenannte Eierholzwolle (mit der die Eier verschickt werden), da sie breiter ist und nicht so leicht bricht.



Kochkiste mit Innenleben

Das Stopfen der Kochkiste muss fest und lagenweise geschehen bis ungefähr 10 cm vom oberen Rand entfernt.



Das Einpacken der Töpfe

Man arbeitet je nach der Größe der Kiste und ob man mehr oder weniger Töpfe nötig hat einzusetzen, kleine Kissen nach der Größe der Töpfe, die diese reichlich bedecken müssen. Diese Kissen brauchen nur lose gefüllt zu werden. Man versieht sie der besseren Reinigung halber mit einem waschbaren Bezug (jeder alte Waschstoff ist zu verwenden), den man gleich einem Kopfkissenbezug mit Bändern schließt. Dann wird noch ein Kissen gearbeitet von der Länge und Breite der Kiste und zwar so, dass das Kissen, wenn es ungefüllt ist, 6 cm länger und breiter ist als die Länge und Breite der Kiste beträgt, ebenfalls mit waschbarem Bezug und Schlussbändern.

Soviel größere und kleinere Töpfe, ebensoviel kleinere und größere waschbare Tücher sind nötig, und zwar in der Größe, dass sie den darin einzustellenden Topf gut einhüllen.

Der aufgeschobene Kistendeckel wird an dem Kistenrand festgehalten durch ein angenageltes Gurtband, das beide Teile beim Öffnen der Kiste verbindet und ein Zurückschnellen des Deckels verhindert.




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