Diese Art von Kochbeutel stellt einen Ersatz für eine Kochkiste da, in der preisgünstig Speisen gegart werden können. Es handelt sich also nicht um Kochbeutel, wie wir sie beispielsweise vom Reis kochen her kennen, sondern um eine Alternative zur Kochkiste, die aus Zeitungspapier und Stoffresten besteht. Der Vorteil des Kochbeutels besteht vor allen Dingen darin, dass er weniger Platz weg nimmt, bzw. schnell weg geräumt werden oder aber auch einfach mitgenommen werden kann – zum Beispiel in den Urlaub auf den Campingplatz.
Gekocht wird wie in der Kochkiste – das heißt, die Speisen werden gut angekocht und kommen dann mehrere Stunden lang in den Kochbeutel.
20 Zeitungsblätter werden einzeln behutsam zusammengeballt und wieder glatt gestrichen, damit das Papier weich und schmiegsam wird. Dies wiederholt man 3 mal.
Dann werden je 10 dieser Blätter aufeinander gelegt, mit langen Stichen rund herum und durch die Mitte geheftet.
Die anderen 10 Blätter werden etwa 8 cm überfassend mit ersteren zusammengenäht und wie vorstehend geheftet, so dass eine Länge von 116 bis 120 cm entsteht.
Diese bezieht man außen und innen mit einer Stofflage, die man aus wollenen oder baumwollenen Flicken, Strumpfschäften usw. zusammenstellen kann. Die Stofflage wird streifenweise mehrmals durchgenäht.
Durch Einnähen von Falten an der unteren Kante entsteht die Beutelform. Den Boden stellt man aus einem etwa 12 cm großen Viereck, 10fach zusammengefaltetes zeitungspapier mit Stoffüberzug her, das man über das Loch in der unteren Mitte näht.
5 cm vom oberen Rande näht man 12 Ringe ringsherum an und durchzieht sie mit einer Schnur zum Zubinden.
Der Kochtopf mit dem gut angekochten Essen wird schnell mit mehreren Lagen geknülltem Zeitungspapier umhüllt und in den Beutel gestellt, den man so fest wie möglich zubindet und nicht vor dem Gebrauch öffnet.