Der Kirschapfel ist zwar seines herben Geschmackes wegen gar nicht zu genießen, gibt aber gleichwohl eingemacht ein gutes Kompott. Man bohrt aus den kleinen, schön gefärbten Äpfeln die Blüte heraus, schneidet den Stengel bis zur Hälfte weg und sticht die Früchte mehrmals ein. Hierauf kocht man den nötigen Läuterzucker bis zum Faden, läßt die Äpfel darin aufkochen und gießt sie ab. Sodann werden sie in frischem, ebenso starkem Zucker aufgekocht und bleiben über Nacht darin liegen. An dem nächsten Tage gießt man den Zucker ab, kocht ihn gut durch, gießt ihn heiß über die Äpfel und läßt sie wiederum über Nacht stehen. Nunmehr werden die Früchte mit dem Schaumlöffel herausgenommen und in die Einmachegläser oder Töpfe geschichtet. Der Zucker wird mit etwas frischem Zitronensaft versetzt, sehr gut eingekocht und über die Äpfel gegossen, die nach dem Erkalten gut zugebunden werden.