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Sowohl warm als kalt sehr wohlschmeckend.

Tags zuvor, ehe die Kürbispfanne gegessen werden soll, kocht man etwa 8 Pfd. in größere Würfel geschnittenes Kürbisfleisch weich, so dass es leicht mit den Fingern zerdrückt werden kann. Dies presst man in einem Presssäckchen trocken und hebt es über Nacht auf.
Am andern Morgen, vielleicht 8 Uhr (wenn bald nach 1 Uhr zu Mittag gegessen werden soll) wird soviel Hefenteig mit Milch, Zucker, etwas Butter — auch Gänse- oder Schweineschmalz — angemacht, als zum Belegen des Bodens einer mittleren Bratenpfanne — von der Größe, dass man eine Gans darin braten kann — nötig ist (2 Pfd. Mehl und 1/2 l Milch). Vorher streicht man die Pfanne gut mit unzerlassener Butter aus und bestreut mit Semmel- oder Zwiebackkrume. Der Teig wird nun auf dem Boden der Pfanne richtig verteilt und namentlich an den Seiten gut angedrückt, dann läßt man ihn kurze Zeit stehen, damit die Hefe wirken kann und er sich hebt.
Darauf werden in den Teig kleine Birnen eine neben die andere gesteckt. Die Birnen dazu hat man abends vorher geschält, je nach Größe in 1/8 oder 1/4 Stückchen geschnitten und eingezuckert. Man kann dazu jede Birnensorte benutzen.
Nun wird der gepresse Kürbis in 1 1/2 l Milch, mit etwas abgeriebener Zitrone, 1 Prise Salz, 1 Ei, Zucker, Zimt nach Belieben, 1 Löffel Vanillerum tüchtig gequirlt, damit die Masse dickbreig wird.
Haben die Birnen Saft gezogen, kann dieser auch unter den Kürbis gequirlt werden.
Dieser dicke Kürbisbrei wird nun über den Teig mit den eingesteckten Birnen geschüttet, gleich gestrichen, noch etwas mit klarem Zimt bestreut und mit kleinen Butterstückchen belegt.
Man schickt die Pfanne gewöhnlich ins Backhaus, weil sie eine gute stetige Hitze benötigt und ihre Backzeit etwa 1 1/2 Stunden dauert. Hat man Vorrichtung und Erfahrung in derartigen Sachen, kann man sie natürlich auch selbst backen.

 


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