Lassen sich die grünen Nüsse glatt mit einer spitzen dünnen Nadel durchstechen, so ist es Zeit, dieselben einzumachen (meist Ende Juni). Hat sich erst die innere harte Schale gebildet, so ist der Termin zu spät gewählt, mithin die Zeit zum Einmachen vorbei.
Die Früchte werden mehrmals mit recht dünner Nadel (besser dünnem Holzstäbchen) durchstochen und in tiefe, irdene Schalen gelegt, die mit kaltem Wasser angefüllt sind.
Das Wasser muss 10 Tage lang jeden Tag zweimal erneuert werden. Die Nüsse werden nun in recht viel Wasser einmal aufgekocht, mittels großer Schaumkelle behutsam herausgehoben und in kaltes Wasser zurückgelegt. Dies Verfahren wird in zwei Tagen zweimal wiederholt. Beim letzten Male läßt man die Früchte gar ziehen, hebt dieselben heraus, kühlt sie in recht viel Wasser und schüttet alsdann die Nüsse zum Abtropfen auf Siebe.
Hierauf wiegt man die Nüsse und stellt auf 1 Pfund Nüsse 1 Pfund besten Hutzucker bereit. Den Zucker setzt man mit soviel Wasser im Kupferkessel auf, dass er sich löst, und tut einen mit Zitronenschale, Zimtstückchen, getrocknetem Ingwer und Nelken gefüllten kleinen Leinenbeutel hinzu. Sobald der Zucker kocht und geschäumt ist, schüttet man die abgetropften Nüsse hinein und läßt sie einmal aufkochen. Dies wiederholt man zweimal in zwei Tagen. Am dritten Tage kocht man den Fond zur Hälfte ein und gießt ihn kochend über die in der Schüssel belassenen Nüsse.
Nach zwei Tagen schüttet man die Früchte zum Ablaufen auf Durchschläge und schichtet sie dann vorteilhaft in Gläser. Den Fond (Zuckersirup) kocht man auf 30 Grad ein und gießt ihn kalt über die Nüsse, die mit Salizylpapier bedeckt und hermetisch verschlossen werden. Eine genaue Gewürzangabe ist nicht möglich, man kann je nach Belieben den Gewürzbeutel entfernen oder immer mitkochen lassen.
Die Nüsse gewinnen mit jedem Jahre. Die Haltbarkeit ist unbegrenzt. (Anm.: Das dachte man zumindest vor 100 Jahren - verlassen würde ich mich nicht darauf)