Fructose-Intoleranz – Wenn der Körper Fructose nicht verträgt

Zuckeraustauschstoffe gibt es eine Menge, vor allen Dingen für diejenigen, die gerne Abnehmen möchten oder die einen Blutzuckeranstieg aus verschiedensten Gründen nicht erhöhen wollen. Was aber ist mit denjenigen, die Fructose nicht vertragen? Können sie den gleichen Zuckerersatz verwenden wie diejenigen, die einfach Kohlenhydrate sparen möchten?

Was ist eine Fructose-Intoleranz?

Während die meisten von uns schon oft den Begriff Lactoseintoleranz gehört haben, ist der Begriff Fructose-Intoleranz wesentlich weniger geläufig. Die Fruktoseintoleranz ist eine Stoffwechselstörung und wer darunter leidet, verträgt keinen Fruchtzucker. Die Folge vom Verzehr sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden. Dazu gibt es verschiedene Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Vitamin- und Mineralstoffmangel, die wieder weitere Erkrankungen nach sich ziehen.

 

In welchen Nahrungsmitteln kommt Fructose vor?

Die Fruktoseintoleranz führt zu einer Menge Einschränkungen, denn Fruktose ist in fast allen Obst- und Gemüsesorten und nicht zuletzt im Haushaltszucker vorhanden. Zum Glück können die meisten der Betroffenen aber kleine Mengen Fruchtzucker vertragen.
Ein großes Problem dagegen ist, dass Fruktose verstärkt im Haushaltszucker vorhanden ist, der in großen Mengen konsumiert wird. Dabei geht es nicht nur um den Zucker im Kaffee, sondern leider auch um viele Süßigkeiten und süße Getränke. Aber man kann sich natürlich viele leckere Sachen selbst herstellen und dabei auf verschiedene Zuckerersatzstoffe zurückgreifen.

 

Welche Zuckeralternativen gibt es?

Natürlich gibt es viele verschiedenen Alternativen. Hier möchte ich dir nur drei davon vorstellen.

 

Glucose

Glucose ist eine gute Zuckeralternative bei Fruktoseintoleranz, aber Vorsicht: Glucose lässt den Blutzuckerspiegel schnell und stark ansteigen. Für Diabetiker und all diejenigen, die sich Low Carb ernähren, ist Glucose also eher nicht geeignet.

 

Erythrit und Xylit

Bei Erythrit und Xylit handelt es sich um Zuckeralkohole, die nicht verstoffwechselt werden. Er ist ganz gut verträglich, kann aber gerade zu Beginn der Zuckerumstellung zu Blähungen und Durchfall führen. Deshalb sollte man zu Anfang nur wenig davon zu sich nehmen und die Aufnahme erst dann steigern, wenn sich der Darm daran gewöhnt hat.

 

Maltose

Maltose ist zwar kein großes Problem bei Fruktoseintoleranz, macht aber auch keinen großen Sinn als Zuckerersatz, da Maltose nicht wirklich süß ist.

 

Wie funktioniert die Ernährungsumstellung?

Zuerst sollte man für eine Zeit von 2 bis 6 Wochen auf fructosereiche Lebensmittel verzichten. In dieser Zeit wird der Darm entlastet und kann sich regenerieren.
In den folgenden Monaten kann man vorsichtig verschiedene Lebensmittel ausprobieren um festzustellen, ob man sie verträgt oder nicht. In dieser Zeit lohnt es sich, ein Ernährungstagebuch zu führen.
Nach dieser Zeit weiß man zum größten Teil, welche Lebensmittel man verträgt und welche nicht und erhält so seinen ganz eigenen Ernährungsplan. Denn ganz wichtig ist, dass es keine allgemeingültigen Tipps und Verbote gibt, sondern dass man das Essen soll, was man am besten verträgt.

 

Weitere Informationen

Wenn du mehr über Fruktoseintoleranz erfahren möchtest, findest du viel Informationen beim Netdoktor.

Wichtig!

Generell gilt, dass du von einem Arzt abklären lassen solltest, ob tatsächlich eine Fructoseintoleranz bei dir vorliegt. Dein Arzt kann die Unverträglichkeit relativ einfach über einen Atemtest feststellen.

Die Informationen, die du hier findest, ersetzen keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker oder eine Beratung in einer Apotheke! Durch die Inhalte dieser Seiten können weder Diagnosen gestellt, noch eine Heilbehandlung eingeleitet werden.

 

vor 2 Monaten