2. Dezember 2022
Obst und Gemüse in Flaschen

Obst und Gemüse in Flaschen

Obst und Gemüse in Flaschen einmachen erscheint ungewöhnlich und wird heutzutage eigentlich nicht mehr gemacht. Früher war das aber nichts besonderes. Hier habe ich einige Rezepte für dich, die schon ziemlich alt sind.

Die folgenden Rezepte für Obst und Gemüse in Flaschen stammen aus der Zeit um 1920. Ich habe keine Ahnung, wie lange man das eingemachte Obst und Gemüse in Flaschen aufbewahren kann. Solltest du das Ganze ausprobieren, mache auf jeden Fall einen Geruchs- und Geschmackstest vor dem Verzehr. Und denke daran, dass du die Rezepte auf eigene Gefahr ausprobierst.

Obst und Gemüse in Flaschen: Rhabarber

Bei dieser einfachen Art des Einmachens soll der Rhabarber vollkommen frisch bleiben und sich gut halten.
Der Rhabarber wird in Stückchen geschnitten und in saubere, sterilisierte Flaschen gefüllt.
Mit kaltem Wasser auffüllen, so dass der Rhabarber gut bedeckt ist.
Die Flasche verkorken und so – ohne zu kochen – im Keller aufbewahrt.

Obst und Gemüse in Flaschen: Kirschen

Sauberen, sterilisierte Flaschen mit weitem Halse oder hohe Einmachgläser werden mit reifen, aber noch nicht weichen abgezupften Kirschen bis zweifingerbreit unter dem Rand gefüllt. Die Kirschen sollen reif sein, dürfen aber nicht aufgesprungen sein.
Dann wird das Gefäß mit Zuckersirup gefüllt, bis die Kirschen bedeckt sind.
Die Gläser verschließen und in einen Topf geben, der groß genug ist, damit die Gläser sich nicht berühren.
Den Topf zur Hälfte mit kaltem Wasser füllen und zum Kochen bringen. 3 bis 10 Minuten kochen lassen.
Anschließend lässt man die Gläser bzw. Flaschen im Kochwasser erkalten.
Die Flaschen an einem kühlen Ort aufbewahren – zum Beispiel im Keller.

Obst und Gemüse in Flaschen: Grüne Erbsen in Dunst

Die frisch gepflückten grünen Erbsen werden mit ein wenig Salz vermengt und so zugedeckt 30 Minuten beiseite gestellt.
Dann füllt man sie in die sauberen, sterilisierten Flaschen, die man gut verkorkt.
Anschließend setzt man die Flaschen in einen passenden Kochtopf, so dass sie sich nicht berühren und füllt den Topf zur Hälfte mit kaltem Wasser.
Das Ganze zum Kochen bringen und dann 5 Minuten lang kochen lassen.
Nachdem diese Flaschen im Wasserbade abgekühlt sind, treibt man die Korken, die gewöhnlich etwas aus dem Flaschenhalse hervorkommen, wieder ordentlich hinein. Dann überbindet man sie kreuzweise und taucht die Flaschenköpfe in flüssigen Lack.
Diese Schoten werden vor dem Gebrauch etwas gewässert und im übrigen wie frischgepflückte behandelt.

Obst und Gemüse in Flaschen: Grüne Erbsen

Nicht jede Erbse eignet sich zum Konservieren gleich gut. Vorzuziehen sind die kleinen, ganz besonders süß schmeckenden, einheimischen Sorten.

Ferner müssen sie möglichst frisch gepflückt und ausgekernt sein, je 1 l Kerne wird mit 1 Eßlöffel voll Zucker vermischt und in vollkommen trockene Flaschen, auch Bierflaschen eingefüllt.

Beim Füllen schlägt man die Flasche wiederholt auf den Tisch, damit die Erbsen sich setzen. Dadurch passt wesentlich mehr in die Flasche. Dann wird sie mit Heu umwickelt und in einen Kessel auf eine Unterlage gestellt. Anschließend gießt kaltes Wasser bis zur Höhe des Flaschenhalses zu und bringt das Ganze zum Sieden. Die Erbsen lässt man offen 15-20 Minuten kochen. Dann nimmt man sie von der Herdplatte und lässt sie im Topf abkühlen.

Erst dann werden sie verkorkt und verpicht und an einem kühlen trockenen Ort aufbewahrt.

Grüne ungekochte Erbsen frisch halten

Frisch gepflückte junge Erbsen werden mit Salz gut vermengt (auf ein Liter Erbsen eine Handvoll Salz), einige Stunden stehen gelassen und alsdann in gut gereinigte, trockene Flaschen mit möglichst weitem Halse eingefüllt, wobei man die Flasche immer schüttelt, bis sie bis oben völlig gefüllt ist.

Nun korkt und verpicht man die Flaschen und bewahrt sie mit den Stöpseln nach unten gekehrt an einem trockenen kühlen Orte auf. Man kann sie auch im Keller aufbewahren.

So eingemacht halten sich auch die Bohnen lange frisch. Bevor man diese jedoch, wie auch die Erbsen in Gebrauch nimmt, muss man sie am Abend vorher in Wasser legen, damit das Salz möglichst entfernt wird.
 

Obst und Gemüse in Flaschen: Stachelbeeren ohne Zucker

Die Beeren, noch unreif und nur so groß, dass sie sich ohne Schwierigkeit in die Flaschen füllen lassen, werden von den Blüten und den Stielen befreit, gewaschen und sauber abgetrocknet.
Dann füllt man sie in die sauberen, sterilisierten Flaschen, die man hierbei auf ein mehrfach zusammengelegtes Tuch stellt und wiederholt aufstößt, damit sie recht gut voll werden.
Nun verschließt man die Flaschen mit frisch gebrühten Korken, überbindet sie kreuzweise mit festem Draht und stellt sie in das Wasserbad, wie bereits bei den Erbsen beschrieben.
Man bringt diese Flaschen bis ans Kochen, nimmt dann den Kessel vom Feuer und lässt die Flaschen darin erkalten. Zum Schluss werden sie gut abgetrocknet, verlackt und stehend kühl aufbewahrt.

Zur weiteren Verarbeitung behandelt man diese Früchte wie frische: Man kocht sie entweder mit geklärtem Zucker weich, benutzt sie als Tortenfüllung usw.

Genauso kann man auch Kirschen, Sauerkirschen, Preiselbeeren, Schlehen, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren in Flaschen einkochen.

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